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Kino

Vanessa Vox

* 1964 in Frankreich

lebt in Taulignan (Drôme Provençale), Frankreich

Vanessa Vox, gebürtige Pariserin, studierte in Aix-en-Provence Kunstgeschichte und Archäologie. Die Liebe führte sie in die Schweiz, wo sie vor 13 Jahren gemeinsam mit ihrem Ehemann dem Reiz der digitalen Kunst verfallen ist. Zurück in Frankreich begann sie fast ausschließlich mit Apps kreativ zu arbeiten. Ihre Videos sind experimentelle Tagebucheinträge, die mit eigener Musik untermalt sind. Einige wurden an internationalen Festivals gezeigt, u.a. in Italien (ISMA, 2014), Australien (#MINA, 2015 & 2017), Los Angeles (HeforShe, 2016), Köln (Blaue Stunde VII, 2016), Hollywood/LA (FVAF 2016 & 2017)

www.vanessavox.com


24 Seconds of my Life-March the 28th, 2012 (00:24)
Inside the church-May the 28th, 2014
(00:19)
December the 9th, 2014
(00:59)
February the 26th, 2015
(1:16)
Urban Ethnology-August the 8th, 2017
(01:00)

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Videostills

24 Seconds of my Life-March the 28th,2012

Die Reihe „24 Seconds of my Life“ gibt flüchtige, aber symbolträchtige Momente aus meinem Alltag wieder. In dieser vorliegenden Sequenz setzt ein majestätischer Schwan viel Kraft ein, um sich in die Lüfte zu schwingen. Doch der energische Start dient letztlich nur dazu, ein paar wenige Meter später wieder aufs Wasser aufzusetzen. Läuft es nicht oftmals so im Leben? Wir mühen uns ab, verfolgen hehre Ziele, aber wir gewinnen nicht so recht an Höhe. Manchmal fühlt es sich besser an, in den sicheren Hafen zurückzukehren. Die spontan improvisierte Pianomusik von Orlando Bay vermittelt einen Hauch von Sehnsucht, Hoffnung und Zauber, die jedem Anfang innewohnen.

Inside the Church-May the 28th, 2014

Kennen Sie dieses Gefühl? Draußen scheint die Frühlingssonne, alles sprießt und blüht. Sie treten in eine alte, dunkle, feuchtkühle Kirche ein, setzen sich auf eine der vielen leeren Holzbänke. Eine stille Dunkelheit umhüllt den Körper. Kein Leben dringt durch die dicken Mauern. Nur ein gleißendes Licht scheint durch die weit oben eingelassenen Fensteröffnungen. Der Blick wendet sich spontan hoch zum Licht. Ein schwerer, beinah bedrohlich wirkender Kronleuchter baumelt in halber Höhe. Eine unwillkürliche, leichte Unruhe kommt auf. Vergangene Zeiten dämmern herauf. Die unheimliche Ruhe regt das Verlangen zurück ins Freie.

December the 9th, 2014

Poesie des Alltags: Ein auf einer Treppe liegendes Herbstblatt wird vom Wind zum Tanz aufgefordert. Es scheint sich zunächst zu zieren, will dem Wind trotzen, aber dieser lässt nicht locker und schubst das Blatt eine Stufe höher. Schon bald aber wird es von einer stärkeren Böe erfasst und in die Lüfte getragen, in den Himmel hinein. Das tote Blatt ist wieder in den Fluss der Zeit zurückgekehrt.

February the 26th, 2015

Drei Schatten wandeln im goldenen Licht des Sonnenuntergangs dem Wegrand entlang. Das eigene Sein und das alltägliche Leben lösen sich angesichts der strahlendurchfluteten Weite allmählich auf. Ein Gefühl der Freiheit und der Sehnsucht erfüllt die Sinne. Hoch über dem Horizont ziehen Flugzeuge ihre filigranen, weißen Bahnen. Die Schatten vereinigen sich mit der Dunkelheit. Die Seele aber fliegt mit, in die Weiten des azurnen Himmels. Der Abend lässt die Sehnsucht erwachen.

Urban Ethnology-August the 8th, 2017

Die Sequenz entstand am Ende eines stressigen Tags. Das Ausfüllen von Formularen hat das Gehirn zermantscht. Angetrieben von einem verschnellerten, archaischen Rhythmus platzt die Seele nun aus ihrem engen Korsett heraus. Sie will zurück zu ihren Wurzeln, zurück zum spontanen Ausdruck der eigenen Körperlichkeit in Bewegung. Leben. Emotionen. Bewegung. Extase. Befreiung.

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